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Veröffentlichungen
Pressemitteilung vom 16.06.2011
Pro Ingelheim stellt Wasserfontäne auf Bürgergespräch in Frei-Weinheim vor
Eine Plattform für die Ideen von Pro Ingelheim e.V. war am 15. Juni das Bürgerhaus in Frei-Weinheim. Im Rahmen eines Bürgergesprächs, moderiert von der OB-Kandidatin Eveline Breyer, stellten Bürger aus Ingelheim ihre Kunst-Ideen für die Gestaltung der Hafenmole vor, darunter ein „Leuchtturm“, ein „Ingelheim-Band“, ein „Rotwein-Tor“ und eine „Boehringer-Weltkugel“.
Nach den einleitenden Worten des 1. Vorsitzenden Raimund Best präsentierte Manfred Knauff, Vorstandsmitglied und Pressesprecher von Pro Ingelheim, die Idee einer Wasserfontäne, wobei er zunächst einige Vorschläge zur Optimierung der Molengestaltung unterbreitete.
„Das Rheinufer in Frei-Weinheim ist Stadteingang und Gesicht von Ingelheim. Die Fontäne ist die Nase des Gesichts, sie steht für Vitalität und Aufbruchstimmung.“ Wir müssten vor allem wahrgenommen werden, was heute nur unzureichend der Fall ist.
Die Argumente von Pro Ingelheim gipfelten in der Konformität der Wasserfontäne mit der Kaiserpfalz der Karolinger. Denn ohne den Rhein hätte es die Pfalz nie gegeben. Neben der karolingischen Wasserleitung ist es vor allem der Hafen, der die Identität ausdrückt. Dieses Konzept passt bestens in das künftige Kolloquium „Kunst und Kaiserpfalz“. Ingelheim erhielte mit der Wasserfontäne ein Wahrzeichen mit Alleinstellung und ein Fanal für den Rheinland-Pfalz-Tag 2012.
Das Konzept fand Anklang bei den ca. 80 Besuchern, eine gewisse Reserviertheit gegenüber neuen Konzepten war dennoch nicht zu übersehen. Aber Ingelheim und Frei-Weinheim stehen in dieser Diskussion erst am Anfang. Und der ist gemacht.
Pressemitteilung vom 06.06.2011
Ober-Ingelheim zum Anfassen: Tastmodell eingeweihtEin großer Tag für ganz Ingelheim: Sonntag, 5. Juni 2011. Und Petrus hatte ein Einsehen.  Obwohl Unwetter vorhergesagt wurden, konnte das Ereignis bei bestem Sonnenschein stattfinden. Eingerahmt wurde die Einweihung des Tastmodells durch Yasmin Wodarz auf der Violine.
Raimund Best, 1. Vorsitzender von Pro Ingelheim e.V., begrüßte mit launigen Worten die Gäste. Oberbürgermeister Dr. Joachim Gerhard würdigte in seinem Grußwort die Arbeit von „Pro Ingelheim“. Hans-Dieter Steuber, Ehrenmitglied von „Pro Ingelheim“ und spiritus rector des Tastmodells, erläuterte in seinem Vortrag die Entstehung des Tastmodells von der Idee bis zur Ausführung.  Egbert Broerken, der Künstler, schilderte in seiner Rede die Erfahrungen mit Blinden in seiner Heimatstadt Soest und wie es zu der Idee von Tastmodellen kam. Gemeinsam enthüllten sie das neue Tastmodell von Ober-Ingelheim – für Blinde und Sehende. Ober-Ingelheim ist jetzt im sprichwörtlichen Sinne zu „begreifen“. 
Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, Mitglieder von „Pro Ingelheim“ und viele Ingelheimer Bürger wohnten der Einweihung des Bronze-Modells bei, das das heutige bauliche Erscheinungsbild des Stadtteils in den Grenzen von 1800 zeigt. Braille- und Normalschrift kennzeichnen bedeutende Gebäude und Straßenzüge. Prominent ist der Platz im „Rosengärtchen“, dort können jetzt Blinde und Sehende den historischen Stadtkern von Ober-Ingelheim erfahren und anfassen: Burgkirche mit Wehrgang und Malakoffturm, Stadttore und -mauern, Bauten aus Mittelalter, Barock und 19. Jahrhundert.
Der Verein „Pro Ingelheim“ hat den Bürgern der Stadt Ingelheim am Rhein ein Geschenk gemacht – finanziell unterstützt wurde er dabei von der Stadt im Rahmen der Ehrenamtsförderung. Wenn demnächst wieder geführte Rundgänge durch Ober-Ingelheim stattfinden, werden die Stadtführer die Besucher am neuen Tastmodell begrüßen.
Pressemitteilung vom 25.05.2011
Ein Moratorium für die Neue Mitte!Die aktuelle Energiedebatte hat ein neues Wort in Umlauf gebracht: Moratorium. Kein Schlussstrich, sondern Innehalten, Aufschub für neue Optionen auf die Zukunft, unvoreingenommen.
Ein solches Moratorium täte auch der Neuen Mitte gut, meint der Verein „Pro Ingelheim“. Und er steht damit nicht allein, die FWG ist auch dieser Meinung (AZ vom 25.5.2011). Und viele Bürger ohnehin, wahrscheinlich sogar die Mehrheit.
Denn die Beschlüsse, die von der politischen Mehrheit im Stadtrat geschaffen wurden, sind denkbar schlechte Voraussetzungen, um gute Resultate zu erzielen. Auch der allerbeste Architekt ist an die Vorgaben des Bauherrn gebunden. Aber hervorragende Bauwerke sind in Geschichte und Gegenwart immer nur dann entstanden, wenn ein kundiger Bauherr dem Architekten den künstlerischen Freiraum ließ, über seine Vorstellungen hinauszuwachsen. Hier wächst niemand über sich hinaus – siehe die Katastrophe mit den Bäumen.
Der geplante Architektenwettbewerb setzt falsch an. Die Voraussetzungen sind nicht stimmig, so dass die Ergebnisse niemals überzeugen können. Das Meiste, was dazu zu sagen ist, wurde bereits gesagt. Haupteinwand: Die zu dichte Bebauung, die durch die Platzierung von WBZ/Musikschule und Kulturhalle auf dem relativ kleinen Areal entsteht.
Wie könnte man es als Bauherr besser machen, fragt „Pro Ingelheim“? WBZ dort lassen, wo es ist, und auf die Kulturhalle verzichten. Das Argument für den Umzug des WBZ hieß „Traffic“. Den hätte man mit dem Jugendzentrum auch haben können…
Hier der Vorschlag von „Pro Ingelheim“: Der Neubau der Mediathek sollte an Stelle des früheren Marktzentrums entstehen. Und die Mediathek sollte ihrem Namen alle Ehre machen. Nicht nur einfach ein moderner Begriff für die gute alte Bibliothek, sondern mehr! Also eine richtige Mediathek. Nicht nur Bibliothek, sondern auch Cinémathek, also Kino. Da genügte ein Raum für bis zu 250-300 Personen, der darüber hinaus multifunktional genutzt werden kann – für Veranstaltungen, Konzerte, Aufführungen. In den kleineren Räumen könnten Lesungen und Diskussionen stattfinden. Solch ein Haus fehlt in Ingelheim!
Ein Haus für Bücher, Konzerte, Kinofilme, Lesungen und Vereins-Events. Eine echte Mediathek eben – für alle Medien und alle Menschen. Vermisst jetzt noch jemand die Kulturhalle? Schöner Nebeneffekt: So würde die Neue Mitte auch abends belebter, und die Gastronomie profitierte ebenfalls davon. WBZ-Besucher wollen nach ihrem Kurs auf schnellstem Weg nach Haus – Mediathek-Nutzer beleben die Innenstadt. Was will man für die Neue Mitte mehr?
Vielleicht noch ein bisschen mehr Grün. Das sollte auch noch möglich sein. Ingelheim muss ja nicht gleich „Green City“ werden (wäre aber gut). Und noch ein Hinweis: Die vielen geplanten Plätze tun der Urbanität gar nicht gut. Warum? Weil sich das städtische Leben dann auf vier oder mehr Plätze verteilt, also minimal ist.
Alles auf Null stellen und noch einmal überlegen, wie viele Menschen und einige Parteien. Dafür steht dieser Appell von „Pro Ingelheim“.
Pressemitteilung vom 19.05.2011
Tastmodell Ober-Ingelheim: Der Stein ist gesetztHektik am frühen Morgen. Der Bauhof rückt mit drei Männern und schwerem Gerät aus. Fotografen machen sich auf den Weg. Große Ereignisse werfen eben ihre Schatten voraus: Im „Rosengärtchen“ am Malakoffturm wird der Sockel aus Natursandstein gesetzt – mehr als zweieinhalb Tonnen für das Tastmodell aus Bronze, das Ober-Ingelheim in den Grenzen von 1800 begreifbar machen soll.
Am 5. Juni, von 14 bis 17 Uhr, findet die feierliche Einweihung mit Oberbürgermeister Dr. Joachim Gerhard und dem Künstler Egbert Broerken statt. Der Verein „Pro Ingelheim“, der das Tastmodell initiiert und als Projekt auf den Weg gebracht hat, ist natürlich auch mit von der Partei – er ist Gastgeber an diesem Tag.
Und selbstverständlich ist „Pro Ingelheim“ auch bei der millimetergenauen Setzung und Ausrichtung des Natursandsteinsockels dabei. Sieben Mitglieder, darunter das Ehrenmitglied Hans-Dieter Steuber und drei aus dem Vorstand, werfen ein kritisches Auge auf die Arbeiten. Aber alles klappt – dank des Engagements des städtischen Bauhofes, der zuletzt noch das Areal rund um den Sockel pflastern muss. Dann steht der Aufstellung des Tastmodells von Ober-Ingelheim nichts mehr im Wege.
Pressemitteilung vom 30.04.2011
Tastmodell Ober-Ingelheim: Wachsmodell gegossenWas lange währt, wird endlich gut. Seit nahezu zwei Jahren forciert der Verein „Pro Ingelheim“ das Projekt eines Tastmodells für Ober-Ingelheim. Vorstandsmitglieder begleiteten den Künstler Egbert Broerken auf seinen Fotorundgängen durch Ober-Ingelheim und ebneten seine Wege bei Verwaltung und Unterer Denkmalschutzbehörde.
Jetzt startete die buchstäblich heiße Phase: Das Wachsmodell war fertig gestellt, der Gusstermin stand bevor. Der Verein fuhr mit einer kleinen Gruppe ins ferne Münsterland, um hautnah dabei zu sein. Mit von der Partie: das Ehrenmitglied von Pro Ingelheim Hans-Dieter Steuber, der Initiator des Tastmodells.
Die ca. 120 Kilo 10er Bronze (10 Teile Zinn, 90 Teile Kupfer) wurden bei 1200 Grad gegossen. Nach der Abkühlung wurde der Schamott entfernt, das Modell gesandstrahlt, ziseliert und patiniert. Abschließend erfolgte der Hartwachsüberzug als Schutz gegen Graffiti.
Der Verein „Pro Ingelheim“ hat bereits einen festen Termin für die Enthüllung des Tastmodells: Sonntag, der 5. Juni 2011. Es soll ein schönes Fest für Ingelheim im „Rosengärtchen“ am Malakofftum werden. Das Tastmodell soll Blinden und Sehenden ermöglichen, Ober-Ingelheim und sein bauliches Erscheinungsbild im doppelten Sinn des Worts zu „begreifen“. Der Verein „Pro Ingelheim“ und sein 1. Vorsitzender Raimund Best freuen sich auf Gäste aus nah und fern. 
1200 Grad heiße flüssige Bronze wird aus dem Schmelzofen in Tiegel gegossen
Foto: Siegfried Orzeszko
Pressemitteilung vom 15.04.2011
Wasserfontäne abseits der Party-ZoneDie Idee, Ingelheim ein neues Wahrzeichen in Form einer Wasserfontäne zu bescheren, hat vorwiegend positives Echo gefunden. Die Kritik fokussierte sich auf den Schutz der Gastro-Besucher an der Mole vor dem feuchten Element. Darüber hinaus ist der Baufortschritt an der Molenspitze mit Händen zu greifen, sodass der Standort obsolet geworden ist.
Deshalb unterbreitet der Verein Pro Ingelheim einen neuen Vorschlag abseits der Party-Zone (alternativlos war die Molenspitze allerdings nie). Rechts vom Fährzubringer liegt in ca. 50 Metern Entfernung eine schmale Mole, eine sogenannte Kribbe, die bis zur Selzmündung verläuft und aus diesem Grund mit einer Zugangssperre versehen ist. 
Vor dem historischen Hafen der Karolinger- und Stauferzeit, vor den Resten des früheren Auwaldes soll das neue Wasser-Fanal aufschießen. Die Wasserfontäne als Aufbruchsignal, als spritziges Symbol vor grüner Kulisse, im Volksmund vielleicht schon bald "Ingelheimer Spargel" getauft? Die Fontäne soll nicht als Konkurrenz zum geplanten Kunstobjekt stehen, aber abends beleuchtet werden. Soweit bekannt, wäre die Ingelheimer Wasserfontäne ein Alleinstellungsmerkmal am gesamten Rhein. Also ein riesiger Image-Gewinn, eine Aufwertung der Rotweinstadt ohnegleichen. Übrigens kann sie schon heute gegoogelt werden: Wir stehen auf der ersten Seite!
Pro Ingelheim hat seine Arbeit vorerst getan. Nun sind Politik, Parteien und Verwaltung am Zuge die weiteren Schritte einzuleiten: ein Gespräch, z.B. mit der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest in Mainz, bevor ein Ingenieurbüro erste Planungsentwürfe kreiert. Das Baurecht ist ebenfalls im Auge zu behalten.
Der Verein Pro Ingelheim und sein 1. Vorsitzender Raimund Best bieten der Politik an, das Projekt zu begleiten – damit Ingelheim leuchtet, bei Tage und bei Nacht, am besten schon zum Rheinland-Pfalz-Tag 2012.
Presseinformation vom 18.03.2011
Pro Ingelheim weiter auf Erfolgskurs
Hans-Dieter Steuber übergibt Vorsitz an Raimund BestPro Ingelheim hat einen neuen 1. Vorsitzenden: Nach 12 Jahren übergab Hans-Dieter Steuber auf der Jahreshauptversammlung am 16. März 2011 den Führungsstab an seinen langjährigen Stellvertreter Raimund Best. Damit endet die erfolgreiche Ära von Hans-Dieter Steuber, dem der Verein seit nahezu 22 Jahren zahllose Ideen, unermüdliches Engagement und einen exzellenten Ruf in der Rotweinstadt verdankt. Auf der Versammlung wurde Hans-Dieter Steuber die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Zum 2. Vorsitzenden wurde Albert Overmeyer, zur Schatzmeisterin Andrea Hartkopf und zum Schriftführer Manfred Knauff gewählt. Christian Diesing, Ulrich Groß und Dr. Andreas Tietze sind die Beisitzer im Vorstand. Helga Eckert und Dieter Hoffmann wurden aus dem Vorstand verabschiedet.
„Baustellen“ und neue Projekte
Auf der Agenda von „Pro Ingelheim“ stehen das Tastmodell von Ober-Ingelheim, mit dessen Einweihung noch in diesem Frühjahr zu rechnen ist, die Gestaltung von Brunnen und Plätzen, das Fischerhaus in Frei-Weinheim, ein Leitfaden „Baukultur Rheinhessen“, gemeinsam mit Finanzministerium und Rheinhessen Touristik, sowie die Wasserfontäne als neues Wahrzeichen. Darüber hinaus will sich „Pro Ingelheim“ mehr als bisher in Sachen Stadtgestaltung und Stadtentwicklung einmischen. Zwar genießt die „Stadterhaltung“, die Wahrung der historischen Ortskerne von Ober- und Nieder-Ingelheim, Frei-Weinheim und Groß-Winternheim, allerhöchste Priorität, doch will der neue Vorstand Akzente auch auf Gegenwart und Zukunft setzen. „Wir werden die Planungen zur Neuen Mitte kritisch verfolgen und uns zu Wort melden“, so Raimund Best, der neue 1. Vorsitzende.
Frühlingserwachen auch bei „Pro Ingelheim“. Man darf gespannt sein, mit welchen weiteren Projekten Raimund Best und seine sechs Vorstandskollegen die Öffentlichkeit überraschen werden. Ingelheim wird sich mehr denn je auf „Pro Ingelheim“, seine Ideen und Projekte freuen dürfen.
Pressemitteilung vom 24.02.2011
ERHALTET DAS ALTE FREI-WEINHEIM
Fischerhaus, Schubertstrasse 5 Warum geriet dieses unscheinbare Häuschen in den Fokus von Pro Ingelheim, wird sich so mancher Bürger gefragt haben?
Im Juli 2010 war in der Lokalpresse die Rede, dass ein Abriß des sich im städtischen Besitz befindlichen Anwesens geplant sei. Auf Anfrage teilte uns die Verwaltung mit, dass im Haushalt 2011 die Mittel hierfür eingestellt seien, es würde jedoch noch geprüft werden, ob das Fischerhaus anderen Nutzungsmöglichkeiten zugeführt werden könne, deshalb sei der Abriss nicht aktuell.
Ergänzend erhielten wir auf Nachfrage im Februar 2011 von Oberbürgermeister Dr. Gerhard die Mitteilung, dass private wie auch ehrenamtliche Initiativen Interesse an der Nutzung des Anwesens zeigten. Es werde sich ein nachhaltiges Nutzungskonzept für das Gebäude finden lassen. Wenn das Ergebnis der Überlegungen vorliege, solle der Dialog mit Pro Ingelheim fortgesetzt werden.  Pro Ingelheim spricht sich für die Erhaltung des Fischerhäuschens aus, weil es sich um das letzte Zeugnis der alten Fischertradition Frei-Weinheims handelt. Es zeigt anschaulich die Wohn- und Lebensverhältnisse eines Teils der rheinhessischen Bevölkerung im späten 18. und 19. Jahrhundert, für die es nur noch wenige Beispiele gibt. Es sollte fachgerecht konserviert und bewahrt werden, ohne im Zuge einer Renovierung verändert zu werden.
Die Lebens- und Wirtschaftsweise eines Teils unserer Vorfahren könnte in diesem Häuschen erlebbar werden! Warum nicht als Filialbetrieb des Museums bei der Kaiserpfalz?
"TASTMODELL OBER-INGELHEIM
Präsentation des Wachsmodells, Donnerstag, 17.02.2011" Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir mit unserem Projekt einen guten Schritt vorangekommen sind.  Am Donnerstag, den 17.02.2011 präsentierte uns und den Verantwortlichen der Verwaltung der Künstler Egbert Broerken das Wachsmodell von Ober-Ingelheim. Auf diesen Augenblick haben wir lange gewartet. Herr Broerken ist in der Tat ein viel beschäftigter Mann. Jedes Modell soll aber exakt und einmalig sein, wenn es seine Werkstatt verlässt. Die gestalterische Arbeit lässt sich leider nur schwer in einen genauen zeitlichen Rahmen fassen. So bewahrten wir auch die notwendige Geduld.
Eine besondere Herausforderung für den Künstler war, die unterschiedlichen Höhen des Geländes von Ober-Ingelheim darzustellen:
Burgkirche: 130,5 m, Marktplatz 118,5 m, Selz 92 m NN.
Dies ist ihm unserer Meinung nach gut gelungen!
Die Anwesenden waren von dem Wachsmodell sehr beeindruckt und betrachteten kritisch die Gebäude und Strassenzüge von der Burgkirche bis zur Selz und vom Rinderbachtor bis zum Stiegelgässertor. Es gab noch Hinweise auf Ergänzungen und Änderungen, die vom Künstler aufgenommen, mit roten Stecknadeln versehen, sowie einem Zettel markiert wurden.
Bevor nun das Wachsmodell in die Bronzegießerei kommt werden die Ergänzungen und Änderungen eingearbeitet.
Nun sind wir gespannt, wann Herr Broerken mit dem Tastmodell (Gewicht 120 kilo) und dem Naturstein (3,5 t) nach Ingelheim am Rhein kommen wird, damit im April 2011 die Aufstellung erfolgen kann. Wir werden unsere Mitglieder und die Bürgerinnen und Bürger der Stadt rechtzeitig informieren und einladen. Das Foto wurde uns freundlicherweise von der Stadt Ingelheim zur Verfügung gestellt.
Presse-Information vom 12.02.2011 "
Neues Wahrzeichen am Rhein?"
I
n der Diskussion und bald Realität: die Neugestaltung des Rheinufers von Frei-Weinheim mit Hafen, Mole und Fähranleger. Es gibt bereits einige Ideen, diesen Part Ingelheims attraktiver zu machen, doch es fehlt nach Auffassung des Vereins Pro Ingelheim ein Blickpunkt, ein markantes Signal. Ein Kunstwerk, in Stein oder Stahl, brächte wohl auch nicht die Größe mit, die hier gefragt ist.
Kurz: Geboten ist ein stadtbildprägendes Monument, das als Leuchtturm für Ingelheim dienen könnte. Auch vom Rheingau sollte man Ingelheim erkennen, obwohl die größeren Ortsteile nun mal landeinwärts liegen. Und den zahlreichen Schiffpassagieren sollte auf der linken Rheinseite auch etwas geboten werden. Bloß was?
Eine Wasserfontäne soll es sein, meint Pro Ingelheim. Mit einer Kirchturmhöhe von mehr als 50 Metern. Standort: am besten direkt auf der Spitze der Mole oder auf der Jungau? Ingelheim würde so unübersehbar, unverwechselbar und verfügte über einen weiteren attraktiven Stadteingang. Gleich einem Leuchtturm kündet die Wasserfontäne von einem fruchtbaren Stück Land, einer erfolgreichen Stadt mit einer langen Geschichte und einem florierenden Weltunternehmen.
Ingelheim ist durch die Frei-Weinheimer Wasserfontäne spitze, obenauf und mit allen Wassern gewaschen. Und darüber hinaus: Die Fontäne kann abends beleuchtet werden. Ob in Regenbogenfarben oder in der Ingelheimer Farbtrias „Gelb-Blau-Rot“ mögen andere entscheiden. Im Winter könnte das neue Wahrzeichen mit der „Ingelheimer Kerze“ auf dem Bismarckturm in Korrespondenz treten.
Eine Wasserfontäne am Rhein als Zeichen für das aufstrebende Ingelheim. Nicht zu übersehen vom Rhein, vom Rheingau und auch nicht von der Autobahn. Ein Kunst- und Naturwerk, das nicht die Welt kostet, aber die Welt auf Ingelheim aufmerksam macht. Das Lust macht auf mehr: auf Kaiserpfalz, Burgkirche und Ingelheimer Weine.
Fazit von Pro Ingelheim: Wasserfontäne am Rhein installieren und Ingelheim vor Lebenslust, Historie und Industrie sprudeln lassen. Ein sprichwörtliches Ausrufezeichen und Initial (I) für Ingelheim!
"Karlsempfang 2011" Am 28. Januar hatte Oberbürgermeister Dr. Joachim Gerhard zum traditionellen Neujahrsempfang für die Ingelheimer Bürger eingeladen um nach dem traditionellen Rückblick auf 2010 sowie einem Ausblick auf 2011 einen verdienten Bürger mit dem Wappenteller der Stadt zu ehren.  In diesem Jahr fiel die Wahl auf Hans-Dieter Steuber, unseren 1.Vorsitzenden, einen unbeirrbaren Streiter für die kulturellen Belange in unserer Stadt.
Getreu dem Motto des Vereins „Stadterhaltung, Stadtgestaltung, Stadtentwicklung“ setzte er sich seit Beginn seiner Vorstandstätigkeit verstärkt für diese Ziele ein und steigerte diese Bemühungen noch mit Beginn seiner Versetzung in den Ruhestand.
Wir als Vereinsmitglieder dürfen stolz sein, dass mit diesem Preis nicht nur die Person Hans-Dieter Steuber geehrt wurde, sondern dass auch das Wirken des Vereins damit eine besondere Wertschätzung erhält.
In einer bescheidenen Art bedachte Herr Steuber in seiner Dankesrede all jene Menschen, die sich um den Erhalt kultureller Werte in unserer Gesellschaft bemühen. Er hofft, dass die kulturellen Organe in Ingelheim in Zukunft näher zusammen rücken und nach Möglichkeit einen Kulturplan erarbeiten, der die guten Ansätze besser verzahnt und so der Stadt einen Schub nach vorne geben könnte.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Anne Boßdorf mit der Violine und Kristina Stelter am Piano.
Presse-Information vom 21.01.2011 "
WEHRGANG SANIERUNG - WIEDERBEGEHBARMACHUNG"
E
inige Mitglieder des Vereins Pro Ingelheim haben sich beim Lesen der Pressemitteilung vom 19. Januar 2011 „Wehrmauer rundum saniert“ in der AZ verwundert die Augen gerieben, weil das Engagement des Vereins um die Ober Ingelheimer Wehranlage unerwähnt blieb.
Es ist Richtig, dass die Stadt als Eigentümerin der Wehranlage das Mauerwerk mit großem finanziellen Aufwand saniert hat. Diese SANIERUNG hat sich über acht Jahre hingezogen und war durch Witterungseinflüsse immer wieder behindert. Die Wehranlage steht unter Denkmalschutz und Denkmäler zu erhalten, die zur Identität eines Ortes beitragen, gehört zu den selbstverständlichen Aufgaben einer Kommune. Die Leistung der Stadt Ingelheim ist anzuerkennen.
Der Verein Pro Ingelheim hat sich um die WIEDERBEGEHBARMACHUNG der Wehranlage verdient gemacht. Er hat 1992 eine Vereinbarung mit der Stadt getroffen, die es ihm erlaubte, in eigener Regie und mit eigenen Mitteln die im Dornröschenschlaf liegende Wehranlage zu neuem Leben zu erwecken. Dazu gehörten nicht nur 400 m Geländer, mehrere Brückenbaugewerke, Tore, Gitter und Turmaufgänge, sondern vor allem die Schaffung von Bewusstsein für den Wert und die Bedeutung von solchen Denkmalen. Über Jahre hinweg hat der Verein Geld gesammelt, um all die notwendigen Maßnahmen finanzieren zu können. Geholfen haben Mitgliedsbeiträge, Spenden und der Erlös aus vielen Einzelaktionen, wie z.B. Café Malakoff, Verkauf von Fanartikeln, Führungen. Insgesamt hat der Verein in die Wiederbegehbarmachung 115.000 Euro investiert, ehrenamtliche Bemühungen, die es wert gewesen wären, erwähnt zu werden.
Presse-Information "Weinpräsentkarton 2010" STAUFERJAHR IM FOCUS
Verein „Pro Ingelheim“ präsentiert zum elften Mal besonderen Weinkarton
Der besondere Weinkarton von Pro Ingelheim ist wieder da! In diesem Jahr geschmückt mit dem Motiv „Staufischer Bauschmuck an der Saalkirche in Ingelheim“. Im Rahmen des Stauferjahres 2010 in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg haben wir dieses Motiv speziell für die beiden Weinpräsentkartons entwickelt. Die Stauferzeit war eine der prägenden Epochen für die europäische Geschichte, die auch in der Kaiserpfalz in Ingelheim ihre Spuren hinterlassen hat. Die Saalkirche entstand im 10. Jahrhundert. Durch die Staufer erfolgte in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts der Umbau und die Renovierung. Dabei wurden zwei Türme seitlich der Apsis angebaut sowie die Ausstattung der Kirche mit zeittypischem Bauschmuck, der teilweise bis heute erhalten ist, vorgenommen. Der Einleger des diesjährigen Weinpräsentkartons zeigt den Bauschmuck am Rundbogenfries der Apsis. Im Verlauf von Süden nach Norden sieht man auf einer Konsole zuerst einen bärtigen Männerkopf, dann eine Konsole mit zwei spiegelbildlich gesetzten Gesichtern und schließlich eine Figur, bei der es scheint, als würde ein Bogen des Frieses auf ihren Schultern lasten.
In das Mauerwerk des kleinen Chorflankenturms ist die Skulptur eines brüllenden Löwen eingebaut, der in seinen Pranken ein Schaf hält. Über die Bedeutung der einzelnen Elemente lassen sich bis jetzt nur Vermutungen anstellen, jedoch wurde in der Vergangenheit im Bildnis des Löwen – Lamm – Motivs die Gegenüberstellung von Kaiser und Kirche gesehen.
Das zentrale Anliegen der Bauherren lag wohl darin, die Pfalz als Erinnerungsort für Karl den Großen zu bewahren und damit eine Verbindung vom ersten römischen Kaiser des Mittelalters bis zu den Staufern sichtbar werden zu lassen.
Der Weinkarton wird in zwei Ausführungen angeboten: es gibt ihn als so genannten Ingelheim-Karton zum Preis von Euro 19.90 und in der Premium-Ausführung zum Preis von Euro 29.50. In beiden befinden sich erlesene Ingelheimer Rotweine von jeweils drei verschiedenen Weingütern. In separaten Beilegeblättern werden die Weine beschrieben und Informationen zu den Staufern gegeben.
Pro Ingelheim dankt den Winzern, die das Projekt unterstützen, der Forschungsstelle Kaiserpfalz für die Anregung zum Titelmotiv und Frau Ursula S. Kosa, Diplom-Grafik-Designerin, für die graphische Gestaltung des Einlegers.
Der Reinerlös aus dem Verkauf des Weinkartons mit ausgesuchten Ingelheimer Rotweinen ist für die Projekte des Vereins Pro Ingelheim bestimmt.
Die beiden Weinkartons sind ab sofort bei „Pro Ingelheim“, Magdeburger Strasse 64, Tel/Fax Nr. 06132 / 86782, E-mail: info at proingelheim.de und im Besucherzentrum des Museums bei der Kaiserpfalz zu den Öffnungszeiten zu bestellen. Pro Ingelheim bietet auch als besonderen Service den Versand zu den aktuellen Tarifen an.
Presse-Information "Leitbild 2012" Zukunft gemeinsam gestalten
Wer erinnert sich noch an das Leitbild 2012? Darin wurden in einer dreitägigen Konferenz 2003 die wichtigsten Handlungsfelder für die Weiterentwicklung der Stadt Ingelheim am Rhein definiert und eine Standortbestimmung durchgeführt. An dieser Konferenz nahmen Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirchen, Vereinen und Bürgerinnen und Bürger teil. Man arbeitete engagiert und es hieß, dass in Zukunft alle Bürgerinnen und Bürger die Entscheidungen des Stadtrates und der Verwaltung an diesem Leitbild messen könnten. Die Bürgerbeteiligung sollte kein bloßes Lippenbekenntnis sein, sondern gelebt werden...
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Presse-Information "Lichtblicke im November 2010"
Martinstage in Ober - Ingelheim

Pro Ingelheim ist wieder mit dabei und freut sich auf Besucher aus nah und fern um diesen auf geführten Rundgängen durch Ober-Ingelheim die Schönheiten dieses Stadtteils zeigen zu können. Auf dem Weg entlang der historischen Ortsmauer gibt es einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken.
Wir treffen uns zu Füßen des Malakoffturmes, in der Wehranlage um die Burgkirche, zu folgenden Zeiten:
Samstag, 06.11. und Sonntag, 07.11.2010 um 17.00 Uhr zur Fackel- und Laternenführung
und am Sonntag um 11.15 und 15.00 Uhr.
Dauer des Rundgangs circa 2 Stunden.
Natürlich ist der Steinkegelturm in der Bahnhofstrasse 100 wieder geöffnet, und zwar am Samstag von 16.00 – 18.00 Uhr und am Sonntag von 11.00 – 18.00 Uhr. Dort wollen wir unsere Besucher über die verschiedenen Vereinsaktivitäten informieren. Gespräche bei einem guten Ingelheimer Rotwein zu führen ist uns ein wichtiges Anliegen.
Übrigens gibt es ein Preisrätsel mit 7 Fragen, wir stellen eine Frage zum Steinkegelturm, es winken viele Preise. Es lohnt sich also hereinzuschauen.
Wir haben uns wieder etwas Besonderes ausgedacht. Nachdem wir in den engen runden Stockwerken im Turm 2007 und 2009 die Künstler Ernst Ludwig Winternheimer (1902 – 1970) und Eva-Maria Linden (1921 – 1980) mit Aquarellen und Zeichnungen präsentierten, zeigen wir in diesem Jahr eine Auswahl von Werken des Ingelheimer Künstlers Gustav Wermann (1906 – 1989), die uns freundlicherweise von seinem Sohn Hubertus Wermann für diesen Zweck zur Verfügung gestellt werden.
Pro Ingelheim und die Familie Wermann würden sich über viele Besucher freuen, die sich über das Leben und Schaffen von Gustav Wermann informieren möchten.
Presse-Information zur neuen Stadtmitte
Neue Stadtmitte: lebenswert oder leblose Festung?
Es ist sicherlich zu begrüßen, dass durch einzelne Eckpunkte wie z.B. die Mediathek und das WBZ die Innenstadt aufgewertet werden soll, aber die bauliche Konzentration, besonders im Rathausbereich, ist beängstigend. Das Rathaus, welches als Gebäude schon heute keinen besonderen Blickfang darstellt, wird nach dem geplanten Bau der Kulturhalle und des WBZ völlig aus der Sicht verschwinden. Rathäuser bildeten in früheren Zeiten einen attraktiven Mittelpunkt und sind es auch heute noch in vielen Städten. Aber nicht mehr in Ingelheim!
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Presse-Information Allgemeine Zeitung 22.01.2010 Ingelheimer Kurier, Ausgabe 3/ 2010 "Tastmodell Ober-Ingelheim für Blinde und Sehende" In den letzten Monaten ist Pro Ingelheim bei der Realisierung dieses neuen Projektes
einen großen Schritt weitergekommen, weiß Hans-Dieter Steuber zu berichten.
Im Mai 2009 hatte der Verein einen Antrag auf Gewährung einer Zuwendung im
Rahmen des städtischen Ehrenamtsförderungsprogramms für die Herstellung eines
TASTMODELLS von Ober-Ingelheim für Blinde und Sehende gestellt. Die Freude
war groß, als wir am 11.11.2009 die Nachricht erhielten, dass entschieden wurde Pro
Ingelheim e.V. einen Zuschuss in Höhe von bis zu 18.000 Euro zu gewähren.
In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kultur und Touristik berichtete Hans-
Dieter Steuber über das anstehende Projekt und der Künstler Egbert Broerken stellte
an Hand einer PowerPoint-Präsentation seine Aktivitäten von anderen Tastmodellen
in Deutschland, Holland und der Schweiz vor. In den zurückliegenden 20 Jahren hat
der Bildhauer über 50 Tastmodelle erstellt.
In der Zwischenzeit wurde der Auftrag für das Tastmodell Ober-Ingelheim, das die
heutige Erscheinung des Ortes wiedergeben soll und dem der Plan Ober-Ingelheims
um 1800 als Abgrenzung für das Bronzerelief zugrunde liegt, erteilt. Herr Broerken
wird nun mit den Arbeiten beginnen und im März/ April Fotoaufnahmen von den
Strassen und Plätzen mit den Gebäuden in Ober-Ingelheim machen.
Als Standort entschied man sich für das Rosengärtchen im Bereich Malakoffturm –
Durchgang Süd-Ost, in Abstimmung mit der Stadt Ingelheim und der Unteren
Denkmalschutzbehörde.
Spenden sind noch herzlich willkommen. Diese können unter dem Stichwort:
"Tastmodell Ober-Ingelheim"auf die beiden Vereinskonten Sparkasse Rhein-Nahe:
Konto Nr. 31 00 02 11, BLZ 560 501 80 oder Mainzer Volksbank e.G.: Konto Nr. 76
92 72 014, BLZ 551 900 00 überwiesen werden. Spendenbescheinigungen werden
auf Wunsch ausgestellt (bitte Adresse nicht vergessen).
P r e s s e i n f o r m a t i o n Ingelheimer Wochenblatt, 21.01.2010 Hamburg, Münster, Ingelheim Pro Ingelheim und die Stadt bringen ein Tastmodell für Ober-Ingelheim auf den
Weg. Am Mittwoch der letzten Woche stellte der Bildhauer Egbert Broerken dem
Kulturausschuss der Stadt Ingelheim die Idee eines Tastmodells von Ober-Ingelheim
(wir berichteten) vor. Anschließend segnete der Ausschuss 18.000,00 Euro aus der
Ehrenamtsförderung der Stadt für die Finanzierung des Stadtmodells für
Sehbehinderte und Sehende ab. Den Rest der rund 30.000,00 Euro Gesamtkosten
finanziert der Verein Pro Ingelheim.
Die Dimensionen einer Stadt sind schon für einen Sehenden kaum zu begreifen, für
Blinde und Sehbehinderte, die lediglich das erreichbare Mauerwerk ihrer Stadt
ertasten können, gilt dies umso mehr.
Vor zweieinhalb Jahren besuchte Hans-Dieter Steuber, Vorsitzender von Pro
Ingelheim e.V., mit seiner Frau die Stadt Solothurn in der Westschweiz. Am
Treffpunkt zum Stadtrundgang befindet sich ein Altstadtmodell, welches
außergewöhnliche Besonderheiten aufweist, denn der Bronzeguss ist, anders als die
üblichen Modelle in Schaukästen, zum Ertasten gedacht und dient damit auch
sehbehinderten Menschen zur Stadterkundung. Zudem sind Straßen, Plätze und
wichtige Gebäude in Normal- und in Blindenschrift (Braille) bezeichnet. Steubers
brachten die Idee mit nach Ingelheim und machten den Soester Künstler Egbert
Broerken ausfindig.
Pro Ingelheim konnte sowohl den Oberbürgermeister als auch den Haupt- und
Finanzausschuss für das Projekt gewinnen. Letzterer entschied im November 2009,
das Tastmodell im Rahmen des städtischen Ehrenamtsförderungsprogramms zu
bezuschussen. Am vorletzten Mittwoch stimmte auch der Kulturausschuss zu. Die
Weichen sind damit gestellt, der Vertrag mit dem Künstler zwischenzeitlich
unterzeichnet.
Das Tastmodell soll die heutige bauliche Erscheinung des Ortsteils Ober-Ingelheim
in seinen historischen (Stadtmauer-) Grenzen von 1800 im Maßstab 1:500
wiedergeben. Als Grundlage dienen Egbert Broerken Luftbilder und Pläne des
Katasteramtes. Noch vor Frühlingsbeginn will er die notwendigen Fotografien
vornehmen, um alle Straßenzüge und Häuser von möglichst allen Seiten zu
dokumentieren. Dargestellt werden sollen auch die unterschiedlichen
Geländeerhebungen. Historische und neuere Gebäude werden für Sehende durch
verschiedene Patina, für Blinde durch unterschiedliche Strukturen zu unterscheiden
sein.
Das erste Bronzemodell entwickelte Broerken zusammen mit Schülern und Lehrern
der Westfälischen Blindenschule in Soest für die Stadt Münster. Seither schuf er über
50 weitere Abbilder für Städte in Deutschland und in den Nachbarländern – darunter
auch Hamburg oder Nürnberg – sowie Einzelmodelle wie den Mainzer oder den
Wormser Dom. „Vor fünf Jahren musste ich meinen Lehrauftrag an der Dortmunder
FH wegen der hohen Nachfrage sogar aufgeben“, erzählt der Bildhauer. Drei bis vier
dieser aufwendigen Projekte betreue er zwischenzeitlich pro Jahr.
Die Untere Denkmalschutzbehörde erhob keine Bedenken gegen die Aufstellung des
Modells im Rosengärtchen an der Burgkirche, zwischen Malakoff-Turm und
Durchgang zum Rotweinfestplatz. „Pro Ingelheim freut sich, dass dieses Projekt mit
finanzieller Unterstützung der Stadt realisiert werden kann“, erzählt Hans-Dieter
Steuber (Pro Ingelheim). "Und die Örtlichkeit im Rosengärtchen ist ja schon seit
Jahren Ausgangspunkt für die Ober-Ingelheimer Rundgänge".
P r e s s e i n f o r m a t i o n Allgemeine Zeitung 23.01.2010 Ingelheimer Wochenblatt, 04.02.2010 10-Mal Weinpräsentkarton IIn seinem zwanzigsten Bestehensjahr präsentierte der Verein Pro Ingelheim zum
zehnten Mal „den besonderen Weinkarton“ mit dem Aquarell der Burgkirche als Motiv
aus dem Jahre 1962 des Ingelheimer Künstlers Gustav Wermann. In den zwei
Weinkartons befinden sich erlesene Rotweine von sechs Ingelheimer Winzern.
„Wir hatten in den beiden Monaten November und Dezember alle Hände voll zu tun,
um die Aufträge versandbereit zu machen“, sagt Raimund Best.
Und er ergänzt:"Wir haben schon einen festen Kundenstamm, freuen uns aber auch
über neue Weinliebhaber. Wenn wir auch das Ergebnis von 525 Weinkartons nicht
erreichen konnten, so sind wir mit den 430 Weinkartons bei der Aktion 2009 mehr als
zufrieden. Die Idee mit dem Kalkstein als Relikt aus dem Mainzer Becken stieß auf
eine gute Resonanz".
Der Großteil der Weinkartons wurde bundesweit zum Versand gebracht, einige
gingen aber auch nach England, Luxemburg, in die Schweiz und nach Italien.
Mit dieser Aktion, so zeigt sich Pro Ingelheim überzeugt „wurde wieder Werbung für
Ingelheim, die Rotweinstadt und die Ingelheimer Geschichte gemacht “. Pro
Ingelheim denkt im Übrigen schon an die nächste Aktion, aber bis dahin ist es noch
Zeit. Wer eine Idee für ein neues Motiv hat, der sollte sich einfach mal melden.
Vorschläge sind willkommen.
P r e s s e i n f o r m a t i o n Allgemeine Zeitung 02.02.2010 Ingelheimer Wochenblatt, Ingelheimer Kurier "Spendertröpfchen" Schon seit mehr als zehn Jahren unterstützen Ingelheimer Winzer Projekte von Pro
Ingelheim e.V. Hiermit zeigen sie ihre Verbundenheit mit den vielfältigen Aktivitäten
des Vereins und werben gleichzeitig für ihre erlesenen Weine in Nah und Fern,
Verbundmarketing, das beiden Seiten nutzt.
Eine besondere Aktion war das "Spendertröpfchen" vom Weingut Wasem &
Söhne. Zum Rotweinfest 2007 wurden 740 Flaschen Spätburgunder, trocken, 2005er
von der Weinlage Burgberg abgefüllt. Die Flaschen wurden mit einem eigens
entworfenen Rückenetikett versehen, das die Wehranlage zeigt und auf den
Stiftungszweck hinweist.
Am Tag des offenen Denkmals 2008 wurde ein Scheck in Höhe von Euro 1.000,00
übergeben. Der Verkauf verlief weiterhin erfolgreich. In diesen Tagen, rechtzeitig
zum Weihnachtsfest, wurde Pro Ingelheim ein zweiter Scheck über Euro 850,00
übergeben. Dieser Betrag ist für das Projekt „Tastmodell Ober-Ingelheim“
bestimmt.
P r e s s e i n f o r m a t i o n 09.11.2009 “Der besondere Weinkarton von Pro Ingelheim” Er ist wieder da: in seinem zwanzigsten Vereinsjahr präsentiert Pro Ingelheim zum zehnten Mal den Weinpräsentkarton. Der Weinkarton wird mit dem Aquarell "Blick auf die Burgkirche" des Ingelheimer Künstlers Gustav Wermann (1906 -1989) aus dem Jahr 1962 geschmückt. Das Kunstwerk gehört zum Bestand des Museums bei der Kaiserpfalz und wurde Pro Ingelheim e.V. dankenswerterweise für diese Edition zur Verfügung gestellt. 
Das Aquarell dokumentiert stimmungsvoll die Burgkirche in Ober-Ingelheim mit einem Wehrturm, umgeben von der östlichen Wehrmauer. Da Pro Ingelheim einen besonderen Bezug zur Wehranlage und zur Burgkirche hat, fiel die Wahl auf dieses Motiv. Als Besonderheit befindet sich in dem Weinkarton, zusammen mit dem Informationsblatt, ein Stück Zeitgeschichte in Form eines kleinen Kalksteins. Dieses Sedimentgestein aus der Zeit des Erdmittelalters stammt aus dem Mainzer Becken und wurde für den Bau der Burgkirche, der Wehrmauern und viele Jahrhunderte auch für Wohnhäuser verwendet. Der Kalkstein ist ortstypisch und wie die Weinberge aus unserer Region nicht mehr wegzudenken.
In den beiden Weinkartons - Ingelheim Karton zu € 19.70 und Premium zu € 28,90 - befinden sich erlesene Rotweine von jeweils 3 verschiedenen Weingütern. In einem separaten Informationsblatt werden die Weine beschrieben. An dieser Stelle möchte Pro Ingelheim den Winzern für die Unterstützung des Projektes danken.
Der Reinerlös aus dem Verkauf der Weinkartons mit ausgesuchten Rotweinen ist für Projekte des Vereins Pro Ingelheim e.V. bestimmt.
Beide Weinkartons sind ab sofort bei Pro Ingelheim, Magdeburger Straße 64, Telefon / Fax Nr. 06132 / 86782, E-Mail: info@proingelheim.de und im Besucherzentrum des Museums bei der Kaiserpfalz zu den Öffnungszeiten zu bestellen. Pro Ingelheim bietet auch einen Versand (weltweit) der Weinkartons an.
Außerdem sind sie auch an unserem Stand auf dem 32. Ingelheimer Weihnachtsmarkt in der Alten Markthalle, Bingerstrasse 41, von Freitag, 27.11. bis Sonntag, 29.11.2009 erhältlich.
P r e s s e i n f o r m a t i o n Ingelheimer Wochenblatt 20.07.2009 Sitzflächen am Uffhubbrunnen Eigentlich war es ja gar nicht sein Job. Dennoch bot sich spontan ein Anwohner beim letztjährigen Brunnenjubiläum an,
die allmählich verrottenden Holzsitzflächen auf der Mauer gegenüber dem "Brünnelchen" zu erneuern.
Einzige Voraussetzung: jemand spendiere das Material. Gesagt, getan. Der Verein Pro Ingelheim kam für das Material auf.
Eingesetzt wurde widerstandsfähiges Massaranduba-Hartholz aus Brasilien, dessen Lebensdauer deutlich höher sein wird als das bisherige Weichholz,
aus dem bereits einige Nägel gefährlich herausschauten.

An einem freundlichen Julisamstag wurden die alten Sitzflächen abgerissen und für die neuen Bohlen den ganzen Tag gemessen, zugeschnitten, aufgebaut, gebohrt und geschraubt. Ein herzliches Dankeschön an Leander Klees und die fleißigen Helfer vom Pro Ingelheimer Vorstand.
Nach getaner Arbeit wurde mit Wein angestoßen, der
im Verlauf des Tages von einigen freundlichen Winzern im Vorbeigehen und zur
weiteren Ermunterung spendiert wurde.
Alle Ingelheimer und Touristen sind herzlich eingeladen, das freiwillige Werk zu
betrachten und natürlich auch gemütlich auf den Sitzflächen unter der Kastanie zu
verweilen.
P r e s s e i n f o r m a t i o n Ingelheimer Wochenblatt, 28.08.2009
Ober-Ingelheim und seine schönsten historischen Bauwerke Historische Bauwerke im Heft - Pro Ingelheim präsentiert Kunstheft/ Denkmaltopographie war Ideengeber Der Geismarsche Hof, das alte Rathaus, das Eduard-Kreißig-Haus, die Villa
Schneider, die alte Ortsmauer und ihre Tore, die Kirchen – 24 historische Bauwerke
in Ober-Ingelheim hat der Verein Pro Ingelheim in einem Kunstheft
zusammengefasst. Zu Füßen des Malakoffturms, im Weingut Gräff-Schmitt,
präsentierte Pro Ingelheim in diesen Tagen das Kunstheft „Ober-Ingelheim und seine
schönsten historischen Bauwerke“. Es ist ein handlicher und praktischer Begleiter für einen Rundgang durch Ober-Ingelheim“, stellte der Vorsitzende Hans-Dieter Steuber
das neueste Werk des rührigen Vereins vor.
Die Publikation der Denkmaltopographie für den Landkreis Mainz-Bingen im März
2007 hat die Vereinsmitglieder auf die Idee gebracht, die historischen Bauwerke von
Ober-Ingelheim in einem bebilderten Kunstheft zu beschreiben – und in nur 18
Monaten konnte die Idee einer Ober-Ingelheimer „Volks-Topographie“ in die Tat
umgesetzt werden. „Es war eine fruchtbare Zusammenarbeit, die viel Spaß machte“,
erinnerte sich Hans-Dieter Steuber und stellte die Mitwirkenden dem Publikum vor.
Da ist der Autor der Denkmaltopographie, Dieter Krienke, Kunsthistoriker und
wissenschaftlicher Mitarbeiter der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz,
den der Verein für die Mitarbeit an diesem kunsthistorischen Werk gewinnen konnte.
Seinem ehrenamtlichen Engagement ist die Beschreibung der ausgesuchten 24
Bauwerke sowie eine baugeschichtliche Beschreibung Ober-Ingelheims zu
verdanken. Die Ingelheimer Diplom-Grafik-Designerin Ursula S. Kosa zeigte sich für
das Layout und die Illustrationen verantwortlich. Alle Bauwerke setzte sie in
kunstvolle Zeichnungen.
Auch an die englischsprachigen Gäste Ingelheims hat der Verein gedacht, DiplomÜbersetzerin
Eva-Maria Wareing hat sämtliche Texte ins Englische übertragen. Eine
Beschreibung des Ober-Ingelheimer Stadtmauerrundgangs, den Pro Ingelheim zu
regelmäßigen Terminen als Führung anbietet, rundet das 30-seitige Kunstheft ab.
Hans-Dieter Steuber freut sich über das jüngste Werk, mit dem der Verein seinem
Ziel, das traditionelle Ortsbild Ober-Ingelheims und dessen historische Bausubstanz
zu bewahren, einen Schritt näher gekommen ist.
P r e s s e i n f o r m a t i o n Allgemeine Zeitung, 08.09.2009
Beharrlichkeit hat sich gelohnt
Sanierung: Historischer Rundgang wieder begehbar
Dank an "Pro Ingelheim" für Engagement. Fast 20 Jahre hat sich die Sanierung der Wehranlage rund um die Ober-IngelheimerBurgkirche hingezogen. Am Sonntag war es endlich so weit: Mit einem Festakt imRosengärtchen wurde das runderneuerte Bauwerk der Öffentlichkeit vorgestellt.
Gefeiert wurde nicht nur die Wiederbegehbarmachung des historischen Wehrgangs,
sondern auch der 20. Geburtstag des Vereins „Pro Ingelheim“, der das Projekt
maßgeblich vorangetrieben und mit Spendengeldern bezuschusst hat.
Nachdem das rote Band am Aufgang sauber durchschnitten war, strömten die ersten
Besucher in Scharen die Stufen hinauf. Denn zum ersten Mal konnte man eine
komplette 360-Grad-Runde auf dem Wehrgang absolvieren. Geduldig schob man
sich in einer langen Schlange voran – zunächst bis zum Nordturm, der nach 25
Jahren nun wieder begehbar ist. Von dort ging es weiter bis hin zum 19 Meter hohen
Malakoffturm. Wer den Aufstieg nach oben nicht scheute, wurde auch hier bei
strahlendem Sonnenschein mit einem wunderschönen Ausblick belohnt.
Mit der Fertigstellung des letzten Bauabschnitts zwischen Nordturm und Burgtor ist
das größte Projekt des Vereins „Pro Ingelheim“ zu einem erfolgreichen Abschluss
gekommen. Seit seiner Gründung im April 1989 habe dieses Vorhaben immer hohe
Priorität gehabt, blickte Vorsitzender Hans-Dieter Steuber auf zwei Jahrzehnte
Vereinsarbeit zurück. Die Beharrlichkeit, mit der man die Sanierung begleitet habe,
habe sich letztlich ausgezahlt.
Doch nicht nur Steuber und seine Vereinskollegen freuten sich über das gelungene
Ergebnis, auch Oberbürgermeister Dr. Joachim Gerhard war zufrieden. In seinem
Grußwort dankte er „Pro Ingelheim“ für das Engagement und die Ausdauer, mit der
man das Projekt begleitet habe, vergaß dabei aber nicht zu erwähnen, dass die Stadt
auch einiges Geld investiert hat. Allein der letzte Abschnitt habe rund 600.000 Euro
gekostet. Insgesamt wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt 1,5 Millionen Euro in die
historische Wehrmauer gesteckt, die Anne Hamm von der Burgkirchengemeinde als
"Schmuckkästchen" bezeichnete. Die Festrede hielt Dr. Graf Franz Anselm von
Ingelheim, dessen Vorfahren aus Ober-Ingelheim stammen. Die Grafen vonIngelheim zählen zu den ältesten Adelsgeschlechtern am Rhein. Seine Vorfahren, so der Graf, seien sicher in irgendeiner Form am Bau der Wehranlage beteiligt gewesen. "Die Wehrmauer schützte ein 9.000 Quadratmeter großes Gelände, das im
Falle einer Belagerung Ober-Ingelheims die letzte Rückzugsmöglichkeit sein sollte",
erinnerte er an die ursprüngliche Bestimmung der Anlage. Zum Glück sei es in der
Historie aber nie dazu gekommen.
Das Rahmenprogramm des von Gabriele Lagler moderierten Festaktes gestaltete das "Rheingauer Jazzkränzchen", die Schwertfechtgruppe "Einherjer" sowie die Künstlergruppe "heiter und folkig", deren Auftritt von den "Freunden des
Eurofolkfestivals" finanziert wurde. Für das leibliche Wohl sorgten die Landfrauen, der Yachtclub, die Bäckerei Finkenauer mit der Geburstagstorte und das Weingut Wasem & Söhne. Allen die zum Gelingen eines wunderbaren Festes beitrugen sei hiermit nochmals gedankt.
P r e s s e i n f o r m a t i o n Ingelheimer Wochenblatt, 10.09.2009
Ein Wehrgang mit Rundblick Verein Pro Ingelheim weihte den Wehrgang um die Burgkirche ein / Jetzt rundum begehbar. Die Freude war groß bei allen Beteiligten, die am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein den nun rundum begehbaren Wehrgang um die Burgkiche in Ober-
Ingelheim eröffnen konnten.
"Endlich ist es geschafft", rief Hans-Dieter Steuber, der Vorsitzende des Vereins Pro Ingelheim, aus. 20 Jahre währte das Unterfangen, den Wehrgang um die Burgkirche wieder begehbar zu machen, genau so lange besteht der Verein Pro Ingelheim und der Vorsitzende bekennt freudestrahlend: "Es ist ein besonderer Tag für Pro
Ingelheim und Ober-Ingelheim". Steuber erinnerte an die Vereinsgeschichte, diewahrlich eng mit diesem Sanierungsprojekt verknüpft ist. Es begann mit einem Spendenaufruf zum Rotweinfest 1989. Bei Führungen und zahlreichen anderen Aktionen sammelte Pro Ingelheim Spenden für die Wiederbegehbarmachung des
Wehrgangs, schließlich mussten 400 Meter Geländer und vier Brückengewerke finanziert werden. Am 25. Oktober 1992 konnte der 19 Meter hohe Malakoffturm
eingeweiht werden – und bietet seitdem einen grandiosen Rundblick über Ingelheim.
1996, 1998, 2000 und 2002 folgten weitere Teilabschnitte des Wehrgangs. Auch
durch einen Rückschlag – Einsturz eines Mauerteils im Jahre 2003 – ließen sich die
Vereinsmitglieder nicht beirren und engagierten sich weiter für ihr Projekt.
Wertvolle Sanierungsmaßnahme
Auch Oberbürgermeister Dr. Joachim Gerhard dankte dem Verein Pro Ingelheim für
sein beharrliches Engagement. Er freut sich über das gelungene Werk: Es ist eine
identitätsstiftende Arbeit. „Wir werden fortfahren und auch weiterhin unsere
Denkmäler herausputzen“. Insgesamt 1,5 Millionen Euro habe man bisher in die
Sanierung des Wehrgangs investiert, allein 600.000 Euro für den Bauabschnitt
zwischen Nordturm und Burgtor. Anne Hamm von der Burgkirchengemeinde lobte
diese „besondere Mauergeschichte“, die viele Interessen und Bemühungen
gebündelt habe.
Die Freude eines Grafen
Dr. Graf Franz Anselm von Ingelheim, Ehrengast und Festredner der
Wehrgangseinweihung, lobte „Wie glücklich kann sich eine Gemeinde schätzen,
deren Bürgerinnen und Bürger die Initiative ergreifen, um das Gemeinwohl zu
fördern. Als Spross derer von Ingelheim erinnerte sich der Graf auch an die
Geschichte seiner Familie, die so eng mit der von Ingelheim verwoben ist und er gab
den Bürgern mit auf den Weg „ Bewahren und hüten sie den neu erstandenen
Zeugen ihrer Geschichte“.
Wehrgang um die Burgkirche
Mit dem Durchschneiden des roten Bandes wurde der Wehrgang offiziell seiner
Bestimmung übergeben. Nun konnten die ersten Besucher den 400 Meter langen mit
Zinnen bekränzten Wehrgang erstmals vollständig umrunden. Der Aufgang an der
Nordseite gibt zunächst einen Blick auf den historischen Friedhof der Burgkirche frei.
Am Eckpunkt lädt der frisch renovierte und nun begehbare Nordturm zu einem
Ausblick auf den Mainzer Berg ein. Weiter geht es rund um den Marienchor der
Burgkirche über die Durchfahrt an der Turnhalle bis hin zum stattlichen Malakoffturm.
P r e s s e i n f o r m a t i o n Ingelheimer Kurier, 11.9.2009
Wehrgang jetzt komplett begehbar. Ob der Schauspieler Ben Becker oder Entertainer Sasha bei ihren Gastspielen in Ober-Ingelheim in den Genuss kommen werden auf historischen Wegen zu wandeln
und den Wehrgang rund um die Burgkirche begehen steht noch nicht fest. Sicher ist
aber, dass sie seit vergangenem Sonntag die Möglichkeit hätten, einmal die
Wehrmauer entlang um die Burgkirche zu spazieren.
Denn nach fast 20 Jahren der Sanierung wurde am Sonntag auch der letzte Bauabschnitt für die Öffentlichkeit freigegeben. Für Hans-Dieter Steuber, Vorsitzender von Pro Ingelheim ein ganz besonderer Moment, denn nicht nur dass man das Projekt über die vielen Jahre mit Engagement und Spendengeldern forciert
hat, feierte der Verein und seine Mitglieder am Sonntag sein 20-jähriges Vereinsjubiläum. Die vielen Helfer hatten ein reichhaltiges Kuchensortiment vorbereitet und leckeren Kaffee gekocht.
Livemusik, Wein vom Weingut Wasem und ein Luftballonwettbewerb sowie ein
Schaukampf der Einherjer rundeten den gelungenen Sonntag ab. Wer wollte, konnte
sich mit Büchern, historischen Postkarten und Plakaten versorgen oder anhand von
Fotos und Berichten den Werdegang der Sanierung des Wehrgangs betrachten. Die
gerade neu erschienene Broschüre „Ober-Ingelheim und seine schönsten
historischen Bauwerke“ stieß bei den Besuchern auf großes Interesse und fand
guten Absatz zur Finanzierung neuer Projekte. Ebenso wie die vom Altstadtbäcker
Finkenauer gestiftete Geburtstagstorte.
Oberbürgermeister Dr. J. Gerhard dankte in seinem Grußwort "Pro Ingelheim" für das
ausdauernde Engagement zur Realisierung des Wehrgangs, nicht ohne auf die
finanzielle Beteiligung der Stadt hinzuweisen. 1,5 Millionen Euro sind in das
Gesamtprojekt geflossen, wobei allein der sechste und letzte Bauabschnitt mit
600.000 Euro zu Buche schlug.
Gastredner Dr. Franz Anselm von Ingelheim erinnerte an den ursprünglichen Sinn
der Wehranlage als letzte Rückzugsmöglichkeit im Falle einer Belagerung, zu der es
zum Glück in der Geschichte der Burgkirche nie gekommen ist. Gegen 18.00 Uhr
kam der Festakt dann zum Ende und alle Akteure waren sich einig, getreu dem
Motto der Stadt "Geschichte erleben", nicht nur an diesem Tag einen gelungenen
Beitrag geleistet zu haben.
P r e s s e i n f o r m a t i o n Ingelheimer Wochenblatt, 10.12.2009 Kuchen für das Blindentastmodell Ober-Ingelheim gebacken Praktisch vollendet wurde der Rundgang auf der Wehrmauer rund um die Burgkiche zum Nordturm am Festplatz und zum Malakoffturm am Rosengärtchen dank der Initiative von Pro Ingelheim. Bereits im Spätsommer fand die Einweihung unter
großer Anteilnahme der Ingelheimer Bevölkerung statt. Auch die Landfrauen hatten
es sich nicht nehmen lassen ihr Scherflein zum Gelingen dieses Festtages beizutragen. Sie backten über 50 Kuchen und Torten, die sie zusammen mit Kaffee im Rosengärtchen verkauften. Der Reinerlös dieser Aktion betrug 400,00 Euro. Diesen Betrag spendeten die Ingelheimer Landfrauen jetzt an Pro Ingelheim. Der erste Vorsitzende Hans-Dieter Steuber dankte den Landfrauen sehr herzlich für diese Spende. Er wolle das Geld als Grundlage für das Blindentastmodell für Ober-Ingelheim verwenden, das neue Projekt des Vereins, wozu es aber sowohl weiterer Spenden als auch der Unterstützung der Stadtverwaltung bedürfe.
An der Treppe zum neuen Rundgang stellten sich Vertreter der Landfrauen und von
Pro Ingelheim zu einem Erinnerungsbild auf.
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